Gewaltfreiheit und Religionsfreiheit – Merkwürdigkeiten der deutschen Sprache?

Es sind eigentlich simple Worte deren Bedeutung schnell verstanden werden kann. Gewalt-Freiheit bedeutet, dass etwas frei von Gewalt ist, und/oder sein wird etc.!

Allerdings verhält es sich im Bezug auf die Religionsfreiheit etwas anders. Die Bedeutung ist hier nicht wie im Wort Gewalt-Freiheit. Und dies, obwohl die gleiche Zusammenstellung des Wortes gegeben ist. Wenn man den ersten Beispiel-Wort (Gewalt-Freiheit) nachgeht, müsste aus diesen Verständnis zu dem Wort Religions-Freiheit auch die Semantik verstanden werden sich frei von Religion zu machen.

Die Problematik ist nur, dass heute noch immer symbolisch zu erkennen ist, wer hier eigentlich regiert! Doch viele Menschen noch immer nicht begreifen (weil sie es von keiner Authoritässperson) gelehrt bekommen haben. Es ist auch unser aller Freiheit von einander zu lernen. Und da sieht man wie sehr sich der Mensch im Allgemeinen frei gemacht hat.

Und da es sich bei Freiheit um ein geflügeltes Wort handelt, wird man wohl nie wirklich feststellen können was Freiheit nun wirklich ist. Im Gegenteil, wird das Wort instrumentalisiert, misshandelt und mit Füßen getreten. Wenn man in Wikipedia zu diesen Wort nachschlägt, findet man natürlich auch einen Artikel dazu.

Dort steht:

Freiheit (lateinischlibertas) wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können.

Dort steht natürlich in den ersten Worten aus welcher Sprache dieses Wort kommt. Lateinisch wird auch als Christen-Sprache Europas ugs. betitelt. Und das ist auch absolut richtig. Alleine dort sieht man bereits das die Religionen einen Einfluss auf Sprachen haben und Worte und deren Semantik definieren. Ganz nach dem Motto: Wer definiert, der regiert! Und da das Wort Glaubens-Freiheit viel zu oft falsch dargestellt wurde, wird es Zeit den religiösen Führern ihre Masken zu entreisen und den Wort Freiheit eine genaue eigentliche Bedeutung zu geben. Es ist eine Distanzierung vom Glauben, und nicht etwa das Gegenteil. Religiöse Führer sind Ideologen da es ja scheinbar aus ihrer Sicht so zu leben wie sie es tun, ideal ist. So kann die Menschheit keinen Schritt nach vorne kommen (oder nur sehr langsam). Was für jeden einzelnen Menschen da draußen Ideal ist, muss man schon selber heraus finden. Aus alten Schriften heute noch zu zitieren und diese Inhalte in eine andere Gesellschaft importieren zu wollen, halten wohl die Nicht-Religiösen Menschen am meisten für arrogant und anmaßend.

Nun, warum ist das so?!

Europas Christentum erfuhr einmal das was der Islam bspw. dringend Notwendig hätte. Es war um das Jahr 1700 herum und die abendländische Aufklärung hatte begonnen. Man nannte die Zeit auch die Zeit der Ent-christlichung. Einer der bekanntesten Philosophen der abendländischen Aufklärung war Arthur Schopenhauer der sich dem Thema Freiheit extrem verpflichtet fühlte. Aus den ganzen Erkenntnissen der abendländischen Aufklärung sollte die Welt und jeder einzelne Mensch der noch religös an Freiheit Glaubt, sich widmen. Die Freiheit liegt in der Eigenverantwortung und nicht in der Verantwortungs-Abgabe im Namen eines Glaubens oder Gottes sein Verhalten zu legitimieren. Nur wer denkt wird frei. Wer glaubt bleibt ewig unfrei, und wünscht sich Freiheit.

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